Re: Nystagmus und starke Sehbehinderung bei 3 1/2 Monate altem Baby


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Abgeschickt von kerstin am 25 September, 2002 um 20:04:17:

Antwort auf: Nystagmus und starke Sehbehinderung bei 3 1/2 Monate altem Baby von Christina V. am 25 September, 2002 um 17:01:48:

Hallo,

bei einem drei Monate alten Kind kann in der Sehentwicklung noch viel passieren, da die Entwicklung des Sehens erst mit drei Monaten richtig anfängt. Da Euch euer Kleiner anlächelt, denke ich, daß ein Sehvermögen da ist.
Wieviel, kann man erst testen, wenn er älter ist. Aber jetzt känn man schon versuchen, ob er Spielsachen bestimmter Größe ansieht und mit den Blicken verfolgt usw. Der Nystagmus kann auf eine Sehbehinderung hinweisen, manchmal gibt es aber auch einen angeborenen Nystagmus, bei dem Patienten ca. normales Sehvermögen haben. Manchmal gibt es auch eine verzögerte entwicklung des Sehens, d.h. die Kinder erscheinen blind oder sehbehindert und nach eingien Monaten zeigen die Kleinen ein normales Sehverhalten. Zu große Hoffnungen möchte ich Euch nicht machen, da ich den Kleinen ja nicht untersucht habe und daher nur allgemein antworten kann. Wenn der Verdacht auf eine Sehbehinderung besteht, solltet Ihr Euch bei einer Frühförderstelle für Sehgeschädigte Kinder vorstellen. Dort werden die Kinder optimal mit Lichteffekte, Kontrasten usw. gereizt und so das Restsehvermögen optimal gefördert. Macht man eine solche Förderung nicht, passen sich Kinder leicht an Sinne an, die intakt sind, wie z.B. Hören und vernachlässigen das Sehen total. Je früher man anfängt, das Sehen zu fördern, desto besser lernen Kinder dieses auch zu nutzen. Die Frühförderung hat auch den Vorteil, das manchmal Eltern mit Ihren Kindern zur Gruppenfrühförderung eingeladen werden und sich die Eltern austauschen können.
Bei einer Achromatopsie tragen die Kinder übrigens farbige Brillen, um das Kontrastsehen zu verstärken. Für eine Brille finde ich Euren Sohn noch zu jung. Im ca. 5-6.Lebensmonat sollte man aber schon versuchen, eine Brille zu bestimmen. Ob man dann schon eine farbige Brille gibt (Kantenfiltergläser)ist dem Arzt überlassen.
Ich persönlich tendiere dazu, den Frankfurter Ärzten zu glauben.

Noch alles Gute


Viele Grüße

Kerstin




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